Jahrelange Mängel in der IT-Sicherheit führten zu großem Hack bei der Staatsanwaltschaft
Die Informationssicherheit der IT-Systeme der Staatsanwaltschaft (OM) war jahrelang unzureichend, so das Fazit einer unabhängigen Untersuchungskommission. Diese strukturelle Schwachstelle führte im Juli 2025 zu einer schwerwiegenden Cyberverletzung.
Die Angreifer konnten eindringen, indem sie eine Schwachstelle in internetexponierten Citrix NetScaler-Systemen erfolgreich ausnutzten. Da die Staatsanwaltschaft kein angemessenes Monitoring zur Erkennung von verdächtigem Netzwerkverkehr eingerichtet hatte, konnten die Hacker möglicherweise bis zu einem Monat lang ungestört im System agieren.
Die Untersuchungskommission betont, dass internetexponierte Systeme wie Citrix äußerst attraktive Ziele für Cyberkriminelle und staatliche Akteure sind, was eine permanente und proaktive Überwachung zur absoluten Notwendigkeit macht.
Inzwischen hat die Staatsanwaltschaft das erforderliche Monitoring eingerichtet, doch Minister Van Weel weist darauf hin, dass noch ein erheblicher Nachholbedarf besteht, um die veraltete IT-Infrastruktur und die Informationssicherheit zu modernisieren. Hierfür stellt das Kabinett jährlich 50 Millionen Euro bereit, wobei ein unabhängiges Review Board mit externen Experten den Fortschritt überwachen wird.
Lesen Sie die Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft für weitere Informationen.

