Parlament fordert Verbot von generativer KI in der Primarstufe
Das niederländische Unterhaus (Tweede Kamer) fordert ein Verbot von generativer KI an Grundschulen. Ein entsprechender Antrag der Partei Volt wurde unter anderem vom CDA, D66, 50Plus, ChristenUnie, JA21, DENK, PvdD, PRO und der SP mitunterzeichnet. Der Antrag wurde gestern während der Haushaltsdebatte des Bildungsministeriums eingebracht.
Laut dem Volt-Abgeordneten Dassen entwickeln junge Schüler ihr kritisches Denkvermögen, ihre Kreativität und ihre Vorstellungskraft zu einem großen Teil in der Grundschule. Generative KI könne dies seiner Meinung nach gefährden. Er betont, dass die Folgen für Bildung, Ausbildung und den Arbeitsmarkt nicht unterschätzt werden dürfen.
Der Antrag ersucht die Regierung, im „Regieplan Digitalisierung“ festzulegen, wie das Bildungssystem ganzheitlich an KI angepasst werden kann. Dabei soll die Nutzung von generativer KI durch Schüler im Primarbereich grundsätzlich untersagt werden. Der Plan richtet sich auch an Lehrkräfte, die bereits jetzt Bedarf an Richtlinien für den verantwortungsvollen Umgang mit KI haben.
Staatssekretärin Tielen vom Bildungsministerium hält es für wichtig, dass Schüler KI kennenlernen – als Unterstützung und niemals als Ersatz für das Lernen. Ihrer Meinung nach ist KI jedoch zu groß, zu komplex und entwickelt sich zu schnell, um sie einfach den Schulen und Lehrkräften zu überlassen.
Am 3. November stimmt das Parlament über den Antrag ab. Wenn Sie in Ihrer Organisation selbst KI einsetzen, sollten Sie bereits jetzt klare Richtlinien festlegen.

